Aus den Sitzungen der Quartierkommission von September bis November 2019

 

209. bis 211. Delegiertenversammlung der QUAV 4

 

Verschiedenes

Entwicklung Elfenau-Stadtbauernhof

Christoph Schärer dankt der IGElfenau und QUAV4 für die aktive Unterstützung des interessanten Projekts. Der Bericht zum Stadtbauernhof ist in den Projektbeschrieb aufgenommen worden. Dazu gehört ebenfalls die in diesem Sommer durchgeführte Umfrage bei der Bevölkerung, die interessante Erkenntnis brachte und den Bedürfnissen ausserhalb des Quartiers Rechnung trägt. (≥ 60% der Antworten stammen von Stadt- oder KantonsbewohnerInnen). Als Hauptanliegen aller Stakeholder könnte man vielleicht das Bedürfnis nach einem harmonischen Gleichgewicht zwischen, Grün- und Erholungsraum, Gärtnereibetrieb, Bauernhof und Gastronomie bezeichnen. Es gibt auch noch zu lösende Knacknüsse: insbesondere könnte das Projekt die Auflage nach einer leistungsfähigeren Zufahrt auslösen oder Investitionen in die grosse Orangerie zu einem Ganzjahresbetrieb könnten zu einer Zunahme der Events führen, beides Punkte, die von der Anwohnerschaft abgelehnt werden. Die Details werden nicht nur mit der Begleitgruppe, sondern auch im breiteren Rahmen noch diskutiert werden.

«Paket 2018 Tempo 30» der Verkehrsplanung

Die Auswahl der Abschnitte erfolgt einerseits nach STEK- Planung (Quartierstrassen T30, Basisnetz T50 mit Ausnahmen), andrerseits nach den Auflagen des Bundes in der Lärmschutzverordnung. Bei uns sind dies:

• Schermenweg (Bolligen - Mittelholzer-

strasse, verschiedene Massnahmen siehe Bild)

 

T-30-Projekte sind noch hängig oder in Arbeit:

• Melchenbühlweg / Einsprache hängig

• Bolligenstrasse:  eingeführt,

• Nussbaumstrasse hängig, weil Privatstrasse

• Stand Verkehrsberuhigung Brunnadernstrasse:

im 2019 sicher kein Entscheid des Regierungs-

statthalters auf die Beschwerden von

3 Parteien (TCS, Haas, Bloch) diese können

weiteres noch weitergezogen werden.

Im Moment sind gesamthaft 19 T30 Projekte durch

+/- dieselben Einsprecher blockiert.

 

Entsorgung und Verkehrsberuhigung im Obstberg?

Es haben dazu bereits 4 Treffen mit der Quartiergruppe stattgefunden. Am letzten wurde besonders über die erhebliche Störung der direkt Anwohnenden durch die Entsorgungsstelle gesprochen. Der Standort verlockt auch zur gewerblichen Nutzung und Anlieferungen rund um die Uhr, auch nachts. Von einer Verschiebung direkt an die Laubeggstrasse verspricht man sich weniger Störung.  Dies alles soll aber nicht provisorisch, sondern erst mit dem Gesamtprojekt «grossflächige Verkehrsberuhigung im Obstberg und Umgestaltung Laubeggplatz» umgesetzt werden. Ein Knackpunkt sind die für das Quartierleben wichtigen Gewerbe (Brasserie und Beck), die auf genügend Parkplätze und gute Zufahrt angewiesen sind.

Forum Bypass A6 20. August

Der Anlass erhält generell gute Kritik. Das ASTRA ist offensichtlich bemüht, die «Fehler von Biel» nicht zu wiederholen und nimmt die Partizipation ernst! Trotzdem sind  halt «die grossen Nägel» bereits zu Beginn der Veranstaltung eingeschlagen, es kann «keine Grundsatzdiskussion» geführt werden. Schlecht ist insbesondere,  dass seitens des Stadtplanungsamtes Null Vorstellungen präsentiert wurden ausser denjenigen Darstellungen die 1:1 dem STEK entnommen wurden.  Das ASTRA ist dem SPA deshalb leider um Längen voraus. Wir werden sobald sich aus dem Projekt detailliertere Ergebnisse abzeichnen eine – wie immer öffentliche – Information der QUAV4 organisieren.

Vermischtes

• Parteienaktion am QTT- Fest 18. August war entspannt – gemütlich, soll 2020 wieder stattfinden

• Egelsee: Kanton verweigert Ausnahmebewilligung > Stadt meldet weitere «Verzögerung des Klärungsprozesses».

• Pilotprojekt im Stadtteil IV

StattLand entwickelt mit Bern Welcome partizipative Stadtteilrundgänge.

Ziel ist es, einen Rundgang «vom Stadtteil für den Stadtteil» zu konzipieren. Die Bevölkerung soll sowohl bei der Entwicklung, als auch Durchführung einbezogen werden. Dabei sollen neue Zugänge und Begegnungen möglich werden. Der Rundgang richtet sich an die gesamte Bevölkerung des Stadtteils und an Interessierte darüber hinaus. Das Modell für diese Rundgänge – welche mittelfristig in allen Stadtteilen angeboten werden sollen – als Pilotprojekt im Stadtteil IV entwickelt wird. Anfang 2020 wird die Kick-off Veranstaltung mit den Projektpartnern, insbesondere der Quartierkommission QUAV4, der Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit (VBG) und dem

Kompetenzzentrum Integration (KI) stattfinden. Kontakte, Anregungen, Hinweise etc. sind herzlich willkommen und können an markus.flueck@stattland.ch gesendet werden.

 

 

Mitwirkungen

Stellungnahme zur Neugestaltung der Tagesbetreuung

Neu gilt die Tagesbetreuung auch für Kindergärteler ab 4 und Kinder ab 7. Klasse:

Das neue Reglement in der vorliegenden Formulierung bedeutet das Ende der Tagesstätten/Tagis in ihrer heutigen Form. Wir machen mit Nachdruck darauf aufmerksam, dass gerade diesen Institutionen in unserem Stadtteil eine grosse integrative Wirkung zukommt indem die Tagis für Kinder mit wenig privilegiertem Hintergrund oder aus Mig-rationsfamilien äusserst wertvolle Langzeitunterstützung und ein familienähnliches Umfeld bieten.

In unseren Tagis wird ein überdurchschnittlicher Anteil an Kindern mit besonderen Bedürfnissen im oben erwähnten Sinn betreut. Es ist wichtig, dass diesem Umstand Rechnung getragen wird!

Standorte / sozialräumliche Verteilung: Die heutigen Betreuungsstandorte sollen erhalten bleiben, denn sie liegen aus sozial-räumlichen Überlegungen beide am richtigen Ort. Es wäre zudem wünschenswert, wenn auch im unteren Kirchenfeld – wo bislang kein Tagi vorhanden war – eine etwas geschütztere Betreuungssituation für jüngere Kinder und solche mit erhöhtem Betreuungsbedarf geschaffen werden könnte.

Sowohl QUAV4 als auch der Elternrat setzen sich klar für eine Beibehaltung des speziell auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen (Kindergärteler, Migrationshintergrund, soziale Indikation etc. etc.) ausgerichteten Betreuungsangebots ein, können aber die Idee des pro Schulkreis zentral gesteuerten Managements nachvollziehen, da dieses im besten Fall zu einer Erhöhung der Qualität der Tagesschulen und einer gerechten, nach pädagogischen Kriterien ausgerichteten Verteilung des Angebots führt.

Baugesuch Swisscomhochhaus

Trotz einem erfreulichen Projekt, das im Sinn der Quartierentwicklung ist, musste QUAV4 Einsprache machen weil allseits, insbesondere auch von der Bauherrschaft, die Verkehrssituation am Zentweg als unhaltbar und brandgefährlich beurteilt wird. Es ist unverständlich, dass die Stadt die Ein- und Ausfahrt des neuen grossen Tankstellenshops auf den Zentweg erlaubt hat! Eine Veränderung ist nicht möglich, da heute die Gemeindegrenze am Zentweg verläuft, der Shop auf Ostermundiger Boden liegt. Da die endgültige Verkehrslösung mit Tram Ostermundigen in ca 10 Jahren, die meisten Probleme lösen würde, wird kaum in eine teure Zwischenlösung investiert werden. Die Bauherrschaft ist jedoch bereit, als Zwischenlösung einen Streifen ihres Vorlands zur Verbesserung von Bushaltstelle und Fussgänger-raum zur Verfügung zu stellen um die Situation zu deblockieren und sicherer zu machen. Die Verkehrsplanung macht einen Vorschlag, dann können wir unsere Einsprache hoffentlich zurückziehen.

 

 

Nächste - wie immer öffentliche - Sitzung: DV 212, 14. Januar 2020, 19.00 Uhr

 

-> Aus der 207. Delegiertenversammlung der QUAV 4

 

-> Aus der 202. bis 206. Delegiertenversammlung der QUAV 4

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